Newspaper Report

electrozine.net

Special Edition
Today !distain start their Special Edition series with „America“. Over
the forthcoming months, all six studio records and their singles will
be re-released as digital downloads via echozone. Each re-release
contains a bunch of previously unreleased recordings taken from the
band’s archive. The years including „25 Frames A Second“ and „Raise
The Level“ for instance, will give birth to 40 recordings formerly
unknown to the public. „America“ has been updated with three
demo-tracks recorded around 2003. You can buy the re-releases at
iTunes and Amazon.

Here is a !distain re-release overview for 2013:
AMERICA (special edition) / September, 13th
SEX’N’CROSS (special edition) / October, 11th
25 FRAMES A SECOND (special edition) / November, 15th
MANDRAGORE (special edition) / November, 29th
RAISE THE LEVEL (special edition) / December, 6th
RAISE THE LEVEL (special fan edition) / December, 6th


Special Edition
Mit der Veröffentlichung der Special Edition von „America“ steigen
!distain heute in ihre Re-Release Reihe ein. Alle sechs Studio-Alben
und dazu gehörigen Singles werden in den nachfolgenden Monaten als
digitale Downloads über echozone neu aufgelegt. Jede Special Edition
enthält die bekannten Original-Stücke plus eine Vielzahl an zuvor
unveröffentlichtem Archivmaterial. Allein die Neuauflagen der Alben
und Singles um „25 Frames A Second“ und „Raise The Level“ herum bieten
40 bis dato ungehörte Aufnahmen. „America“ wurde um drei Demos aus dem
!distain Archiv erweitert und ist ab sofort u.a. bei iTunes und Amazon
erhältlich.

Nachfolgend eine Übersicht zu den !distain Veröffentlichungen 2013:
AMERICA (special edition) / 13. September
SEX’N’CROSS (special edition) / 11. Oktober,
25 FRAMES A SECOND (special edition) / 15. November
MANDRAGORE (special edition) / 29. November
RAISE THE LEVEL (special edition) / 6. Dezember
RAISE THE LEVEL (special fan edition) / 6. Dezember

www.distain.de
www.distain-fanshop.com/
www.myspace.com/distainmusic
http://de.youtube.com/user/distainvideo

!distain

Die gutaussehenden Jungs von nebenan

10.11.2012 - Die Bewohner der Synth-Pop-Welt feiern in diesen Tagen ein weiteres Bandjubiläum, denn es sind bereits zwanzig Jahre, in denen sie von !distain mit einer Unzahl an schmissigen Songs beglückt werden. Von: Torsten Pape

ImageHier ist wirklich nur der Hintergrund gealtert... (Foto: Trigger Zone)

Die Bewohner der Synth-Pop-Welt feiern in diesen Tagen ein weiteres Bandjubiläum, denn es sind bereits zwanzig Jahre, in denen sie von !distain mit einer Unzahl an schmissigen Songs beglückt werden.

Unter dem Strich stehen in der Diskographie insgesamt sechs Longplayer und genau doppelt so viele Singles. Es gab in diesen zwei Dekaden Zeiten der Stille, mehrere Songs, die zu kleineren und größeren Hits wurden, aber auch einige Wechsel in der Besetzung. Heutzutage ist nur noch Alexander Braun vom ursprünglichen Kern übrig geblieben, ihm stehen jedoch seit bereits mehr als zehn Jahren Manfred Thomaser und seit einem Jahr Rick Prokein tatkräftig zur Seite.

Da es in diversen Musikszenen Usus geworden ist, dass das Geburtstagskind seine Fans beschenkt, lassen sich die Süddeutschen natürlich nicht lumpen und legen eine randvolle DVD namens "20th anniversary" auf den hübsch dekorierten Tisch. Hauptbestandteil des Silberlings ist der letztjährige Auftritt in Köln und die Band überzeugt mit einem Set quer durch die Bandgeschichte. Aktuelle Nummern wie "6th floor", "Mein Weg", "Why (Bootlicking hypocrites)" und "Monokultur" stehen dabei einträchtig neben älteren Kalibern wie "Remote control", "I beg for you", "Tears of joy" und dem ersten Smash-Hit "Confession". Hier gibt es keine Melodie, die nicht auf geschmeidige Weise überzeugt, keinen Refrain, der nicht mitsingbar wäre und kaum einen Rhythmus, der nicht mindestens zum Mitwippen einlädt. Die Show lebt dabei hauptsächlich von den Songs sowie den drei smarten Protagonisten, die alle mal am Mikro ihr Gesangstalent präsentieren dürfen. Die sympathischen Ansagen tun ein Übriges, um Nähe und Professionalität gekonnt zu vereinen und das Publikum im gut gefüllten Alten Wartesaal reagiert dementsprechend dankbar bis euphorisch angesichts der leidenschaftlichen Darbietung, die sogar choreografische Elemente bereithält.

Nach siebzig Minuten, die auch Ausflüge in trancige Regionen und softe EBM-Gefilde bieten, ist es an der Zeit, sich den offiziellen Clips der Band zu widmen. Es sind acht an der Zahl und von der gar nicht so schlimmen Jugendsünde über den spaßigen Discoauftritt bis hin zur sehr stylischen Umsetzung sowie einer auch schauspielerisch gekonnt inszenierten Story wird viel Kurzweil geboten. Eine Foto-Gallerie sowie ein paar bewegte Blicke hinter die Kulissen runden den schönen Gesamteindruck ab. Hier präsentierte sich eine Band, die sich mit einer ordentlichen Portion Können und Durchhaltevermögen, aber auch einem sympathischen Augenzwinkern ihre Liebe zur Musik bewahrt hat. Auf in die nächste Dekade!

Homepage www.distain.de

http://www.kult.de/musik/neues-mitglied-von-distain/150/19/737250/

Neues Mitglied von !distainSchon seit vielen Jahren steht der Regensburger Rick Prokein regelmäßig auf der Bühne - neuerdings als offizielles Mitglied der 1992 in Augsburg gegründeten Synthie-Pop Band !distain. Datum: 14. Dezember 2011 Text: Martina Klein Bilder: Barbara Andres, !distain 0Kommentare Rick Prokein ist das neue Mitglied von !distain. Kennen gelernt haben sich Rick Prokein und die Bandgründer Alexander Braun und Manfred Thomaser bei der Plattenfirma „Chrom“ in Berlin, wo Rick als Manager tätig war. Aus einer spontanen Idee mal zu dritt aufzutreten wurde kurze Zeit später Realität. Als Keyboarder und Percussionist gehörte Rick bereits seit 2005 zur Live-Besetzung der Band und ist bei den Fans von !distain schon lange kein Unbekannter mehr. Im Jahr 2010 steuerte er die Vocals zu den Songs „Hole in the Moon“ bei und ist die Lead-Stimme der erst kürzlich neu erschienenen !distain-Single „monokultur“, die als Download-Single über echozone und allen bekannten Portalen nun ihr Debüt feiert. Der Song „monokultur“ ist nach „mein weg“ und „why“ (bootlicking hypocrites) die dritte, von der Plattenfirma Sony veröffentliche Single aus ihrem aktuellen Album „on/off“. Die Remix Single glänzt mit einer von Silica Gel – einer berühmten spanischen Band - neu produzierten Version, die !distain zuletzt in Köln und Moskau live mit Rick Prokain auf der Bühne vorstellten. Unter anderem sind Remixe von Mathias Thürk (Minerve), The Talion Law, Lastrax, Legacy of Music und People Theatre zu hören. Synthie-Pop begeisterte schon zu Depesche Mode-Zeiten die Massen und hat auch heute noch seine eingefleischte Fangemeinde. Die 8-track-download-single von !distain bietet eine perfekte Mischung von Underground und Dance, so dass nicht nur Freunde des klassischen Synthie-Pop auf ihre Kosten kommen, sondern auch die jüngere Clubgänger-Fraktion. Mit ihrer der Singleauskoppelung von „monokultur“ und Rick Prokein als drittes Bandmitglied, läutet !distain eine neue und bedeutende Phase in ihrer Bandhistorie ein. Der dazugehörige Videoclip wurde während des Live-Konzerts von !distain mit Rick Prokein als Lead-Sänger Anfang Oktober in Köln gedreht und feiert derzeit auf Youtube eine gigantische Videopremiere. Im Frühjahr 2012 startet !distain ihre Tournee in Kiev. „Ich freu mich irrsinnig auf die Tour“, so Rick Prokein voller Vorfreude. Doch so sehr er auch die Bühne und die Musik liebt, seinen Teeladen in der Brückstraße mit dem ganz besonderen Flair werden Rick trotz seiner großen Liebe zur Musik natürlich nicht aufgeben.

12.11.2011

wwwmusikansich.de

Reviews

!distain

on / off


Info

Musikrichtung: Electro, Pop

VÖ: 13.05.2011

(Echozone / Neo Bob-Media / Sony Music)

Gesamtspielzeit: 55:20

Internet:

http://www.distain.de
http://www.myspace.com/distainmusic
http://www.facebook.com/pages/distain-Official-Facebook-page/115989415111193

on / off ist bereits das sechste Album der deutschen Electro-Pop Institution !distain und auch mit dem neuen Album erhält man gewohnt gute Musik, eingängig und tanzbar.

Gleich der Opener ist “The 6th Floor“ macht so richtig gut Laune und könnte ein Hit für die 1992 gegründete Band werden. Aber eigentlich trifft dies auch für alle anderen Songs zu, denn musikalisch spielen !distain schon lange in der ersten Liga. Auch Song Nummer zwei - “Mein Weg“ - einer von drei deutschsprachigen Songs auf on / off und als Bonus noch in einer Remix-Version enthalten, besitzt einen schönen Groove und einen schönen Text in eingängiger Melodie verpackt. Textlich beschäftigt sich !distain mit Gegensätzen, wie der Albumtitel auch verdeutlicht. Dabei geht es um solche Gegensätze wie Liebe und Hass, Licht und Dunkelheit oder Leben und Tod.

!distain ist wieder ein sehr gutes Album gelungen und unterstreicht deren Stellung in der Electro-Pop Szene. Hier kann man nicht viel falsch machen. Empfehlung!



Ingo Andruschkewitsch

Trackliste

1 The 6th Floor (feat. Seyhan) 4:04
2 Mein Weg 4:29
3 Why (Bootlicking Hypocrites) 4:19
4 100% 4:30
5 Values of Trust 4:30
6 What Do You Want from Me (feat. Tess Fries) 5:39
7 My God 4:51
8 Monokultur (feat. Rick Prokein) 4:07
9 Together 3:59
10 Second Coming 5:54
11 Mediaeval Presence 4:38
12 Mein Weg (Elektrostaub) 4:20

Besetzung

Alexander Braun: Vocals, Instruments
Manfred Thomaser: Vocals, Instruments
Rick Prokein: live on stage
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger

 






www.schwarzertau.de

!DISTAIN - On/ Off PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 0
Schwachrfekt 
Geschrieben von: Jochen Gehler   
Dienstag, den 26. Juli 2011 um 17:51 Uhr

Schon seit 1992 beglückt uns das deutsche Duo !DISTAIN (Alexander Braun und Manfred Thomaser) mit lupenreinem Synthie-Pop von Allefeinsten. Auch das neue, inzwischen sechste  Album "On/ Off" strotzt wieder vor Reminiszenzen an die 80er-Jahre und die grossen Vorbilder CAMOUFLAGE, ALPHAVILLE oder TWINS.

 

Es vibrieren wieder wundervolle Synthie-Melodiebögen voller Anmut und Harmonien. Der Gesang säuselt gar süß und kippt leider auch im Überschwang hin und wieder in allzu seichte Gefilde ab. Das böse Wort MODERN TALKING sei hier aber vermieden. Die Texte sind, gleichgültig ob auf deutsch oder englisch eingesungen, gefühlvoll, handeln von den Irrungen des Wirrungen des menschlichen Miteinanders, prangern Mißstände der Gesellschaft an (ein Highlight ist "Monokultur", der Abgesang auf Gleichförmigkeit und Uniformität) und zählen bestimmt ebenfalls zu den Stärken der insgesamt zwölf Tracks. Der Herzschlag der Songs ist ein dominanter Bass, aber dennoch schlagen sie in Sachen Tempo nicht über die Strenge sondern bewegen sich zumeist im gehobeneren Midtempo-Bereich. Lediglich der Elektrostaub-Mix von "Mein Weg" vermag mit mehr Drive etwas energischer auf die Tanzfläche zu bitten. Gelungen ist die Einbindung einer zusätzlichen weiblichen Gesangsstimme (mit Soul und Gefühl eingebracht von Tess Fries), die im bärenstarken "What Do You Want From Me?"  zum Tragen kommt und diesen Song bereichert.

"ON/ OFF" ist eine von !DISTAIN gewohnt solide Veröffentlichung, die den Fans des Genres munden wird. Aber auch Freunde von melodischem Electro-Pop können hier beruhigt einmal reinhören.

 

Label: Echozone   +++   VÖ: 13. Mai 2011 

Trackliste:

01.  The 6th Floor (feat. Seyhan)
02.  Mein Weg
03.  Why (Bootlicking Hypocrites)
04.  100%
05.  Values Of Trust
06.  What Do You Want From Me? (Feat. Tess Fries)
07.  My God
08.  Monokultur (Feat. Rick Prokein)
09.  Together
10.  Second Coming
11.  Mmediaeval Presence
12.  Mein Weg (elektrostaub feat. !Distain)

www.distain.de



Neuweltmusic Soundcheck
!distain - "On/Off"

Release date: 13.05.2011 | Label: ECHOZONE



7/10

Comprised of Alexander Braun and Manfred Thomaser !distain (formerly distain!) is a synthpop duo based in Munich, Germany. Since forming in 1992, !distain has made several albums and Eps; their sixth release, On/Off dropped this past May on Echozone. Over the years, their sound has evolved from straightforward 80s inspired synthpop to the more refined Euro-pop that we find on the latest album. While !Distain is definitely in the mold of bands like Lavantgarde and Endless Shame, they create an irresistable barrage of hooks and wall of melody (with a dose of Depeche Mode thrown in for good measure) that bears a unique stamp.

Overall, this was a good record- there is no dearth of infectious melodies and shiny hooks- half sung in english, the other half in german (100%, Monokultur); it starts right away with 'The Sixth Floor', a song that sets the tone for the rest of the album: poppy compositions infused with just enough angst to be considered dark. Next up we have the first single 'Mein Weig', this has a bass line and driving beat that calls to mind Wolfsheim. Its moody verses giving way to an airy, gorgeous chorus. On/Off also closes with an electro remix of 'Mein Weig' that I really enjoyed, and felt gave the original an added punch.

The highlight of the record is 'What Do You Want From Me?'- featuring guest vocals from Swedish artist Tess Fries, this song deals with the familiar themes of betrayal and lust. The interplay between Fries and Braun fits quite well together, backed by 80s inspired synth lines and a chorus that would make Anything Box blush. 'Values of Trust' deals with similar topics: “your voice, your face, your smell, your lust- are no longer values of trust”; the bass line and progression of the melody reminded me especially of Lavantgarde, but again, the group keeps things interesting enough to sound distinct. 'Together' is a dramatic, romantic track fused with instrumentation and vocal melodies that will make those Wolfsheim fans out there take notice.

A constant theme in Braun's lyrics are that of the contrast between religion and hypocrisy. On the moody, rock-tinged 'Second Coming' he sings “From Europe to America white carried Jesus really far/ spread the holy word around- Jesus o lord did you like the sound?... Unchain yourself now.” On 'My God' he sings: “Music is my god- harmony is my religion.” Another bright point on the record is the second single 'Why (Bootlicking Hypocrites),' an ode of sorts to 21st century corporate slavery. This song's chorus itself is a figurative middle finger, with Braun singing: “Why don't you just- just shut up? Why don't you stop that crap? Why do you have to fake it? Why don't you just fuck off?” Not in recent memory do I recall a chorus with such a message sung in as sugary sweet a manner. It is an addicting, beat-driven song dipped in acerbic wit.

I suppose the problem with this record is that there's nothing really new here; but !distain doesn't need to reinvent the wheel, they just have to keep their trademark sound and giving synthpop fans exactly what they want-something they do expertly on 'On/Off.' If you liked previous !distain anthems like 'Sex and Cross' or 'Synthpop Girl' you will find much to love. Even if it is a bit typical after awhile, On/Off is a fun album full of catchy melodies and dancey numbers welcome in the collection of any synthpop fan.

...Review by Jason L. Anderson...

Tracklist
01.  The 6th Floor
02.  Mein Weg
03.  Why (Bootlicking Hypocrites)
04.  100%
05.  Values of Trust
06.  What Do You Want from Me? (feat. Tess Fries)
07.  My God
08.  Monokultur
09.  Together
10.  Second Coming
11.  Mediaeval Presence
12.  Mein Weg (Elektrostaub feat. !distain)


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distain

Einen schönen guten Abend! Wie geht’s euch?

Alexander: Gut, vielen Dank. Es gibt wie immer viel zu tun, das „Making of“ vom „mein weg“ Video, vorbereiten des nächsten Video-Drehs, ein Remix für Minerve usw.

„on/off“ ist fertig im Kasten und wartet darauf auf die Menschheit losgelassen zu werden. Kann man das Gefühl in Worte fassen?

Alexander: Das klingt jetzt so spektakulär, ist es aber gar nicht. Es ist schon immer wieder sehr spannend, wie das feedback sein wird. Man ist verletzbar und angreifbar, weil man sich mit seinem innersten der Öffentlichkeit stellt. Gleichzeitig ist es einfach nur schön, wenn unsere „Botschaft“ beim Publikum ankommt. Allerdings ist es auch nicht das erste Mal und man weiß schon, wie man die Reaktionen einschätzen muss...

Euer neues Synthpop-Werk erscheint beim Label echozone. Wie kam es zum Labelwechsel und wie kam es zu echozone?

Alexander: Leider klappte die Kommunikation zwischen unserem alten Label und uns nicht mehr. Wir haben oft wochenlang niemanden erreicht weshalb wir beschlossen haben, uns nach Alternativen umzusehen. Diese fanden wir dann in echozone. Darauf gekommen bin ich, weil Minerve dort sind. Ich schätze diese Band sehr und fand, dass wir dort in bester Gesellschaft wären. Ich bin sehr glücklich, dass es dann auch geklappt hat - und wir haben unsere Entscheidung bis heute nicht bereut!!

Dieses Mal hattet ihr mit Remi Janotta einen Produzenten an Bord. Warum habt ihr euch dafür entschieden einen dritten Mann Hand anlegen zu lassen?

Alexander: Wir hatten bisher bei allen !distain Veröffentlichungen einen oder mehrere Produzenten am Start. Bis zum Besetzungswechsel war das Ben E. Mettin, dann Olaf Wollschläger und später DJ Ram aus Moskau. Remi Janotta kannten wir ja schon von anderen Projekten wie Nonpoptale und Sonictune und es war wirklich ein Glück, dass wir ihn für uns gewinnen konnten. Ich finde nämlich, ein weiterer kreativer Blickwinkel kann der Musik nur gut tun. Vorausgesetzt die musikalische Basis passt, dannfinde ich es immer gut, wenn noch jemand seine Energie, Kreativität und Know-How beisteuert. Manchmal bedeutet das einfach nur , dass er „nur“ die Mischung übernimmt und manchmal hat er richtig bei der Komposition mitgewirkt...

Was bedeutet „on/off“ für euch persönlich bzw. was wollt ihr mit dem Titel ausdrücken?

Manfred: „on/off“ steht u.a. für die Gegensätze des menschlichen Lebens. Für uns persönlich bedeutet dies z.B. die Verbindung sehr kritischer Songtexte mit melodischer Pop-Musik. Manch einer stolpert da immer wieder mal drüber bei uns, weil die Kombination als gegensätzlich wahrgenommen wird. Für uns ist sie aber Bestandteil des Lebens, denn den Menschen an sich empfinden wir als gegensätzlich in fast allem was er macht. Seit der Industrialisierung zerstören wir die Erde z.B. in einem wirklich rasanten Tempo. Wir wissen, wohin das führen wird, dennoch machen wir weiter und tun so, als seien wir gar nicht betroffen. Dies ist ein sehr ungewöhnliches Verhalten, welches bislang aber ganz normal zu sein scheint. „on/off“ macht u.a. darauf aufmerksam, behandelt aber auch weitere Themen. Alexander: Mir scheint dieses „Stilmittel“ der Gegensätze auch einen besondere Intensität und auch Aufmerksamkeit zu provozieren... wie man jetzt schon an machen Interview-Fragen erkennen kann.

Das Prinzip der gegensätzlichen Thematik findet sich auch in den Songs wieder. Von extremst poppig bis sehr düster, von extremst experimentell bis nahezu schmalzig, dann fast retroartig und plötzlich gar futurepoppig. Hat sich das so ergeben oder war das so gewollt?

Manfred: Im Grunde ist es notwendig zu unterscheiden zwischen der internen und der externen Wahrnehmung. Für uns ist es ganz natürlich, unterschiedliche Elemente miteinander zu verbinden. Ebenso hat es nichts Ungewöhnliches für uns, einen düsteren Song auf ein Album zu packen, auf dem sich bereits ein liebliches Stück befindet. Das alles sind ja wir – und es ergibt sich schlichtweg so. Mein Leben sieht ja nicht jeden Tag gleich aus. Es gibt gute und weniger gute Tage, die alle irgendwie „verarbeitet“ werden wollen. Von außen betrachtet mag das gegensätzlich erscheinen, aber wir erleben es schlichtweg anders.

Worin seht ihr die größten Unterschiede zum letzten Album „Raise The Level“?

Alexander: Ich empfinde „Raise The Level“ als wesentlich chilliger. Und auch der Grundsound, sprich die Synths und beispielsweise Bassdrums die wir verwendet haben ist einer der wesentlichsten Unterschiede. Das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Produzenten, sondern auch an der Intention, die wir von Anfang an hatten. „on/off“ ist vielleicht auch noch geradliniger und geht mehr in Richtung Konzeptalbum.

Könnt ihr näher auf ein paar einzelne Songs eingehen? Wie entstanden z.B. „values of trust“, „6th floor“, „my god“ und „second coming“?

Manfred: “values of trust” basiert auf einem Instrumental von Remi, zu dem wir die Vocal Melodien komponiert haben. Wie bei „Raise The Level“ war es uns wie bereits erwähnt wichtig, dass der Produzent nicht „nur“ abmischt und unsere Kompositionen produziert, sondern auch kompositorisch in Erscheinung tritt. Und das war dann bei „values of trust“ der Fall. „the 6th floor“ behandelt u.a. zwei Themen. Da ist zum einen die Frage, was uns antreibt und trotz vieler Rückschläge im Leben immer weiter machen lässt. Und zum anderen geht es um Räume und Ebenen, die für die Allgemeinheit unzugänglich sind, gewissen Personen aber dennoch zur Verfügung stehen. Der Song basiert auf einem Instrumental von mir, zu dem Seyhan und Alexander die Vocals komponierten. Das Instrumental zu „my god“ schrieb Alexander, der auch den Refraintext verfasste. Die Strophen schrieb ich im Studio, als Alexander mir das Instrumental vorspielte. Manchmal kann so etwas sehr schnell gehen. Ist wie ein Rausch ohne Drogen. „second coming“ beschreibt die Gewalt, mit der sich das Christentum durch die tatkräftige Unterstützung von Seefahrern, Soldaten und Missionaren etc. ausgebreitet hat.

Vorab erschien mit „mein weg“ eine Online-EP. Warum habt ihr euch für eine digitale Veröffentlichung entschieden und was hat es mit der EP auf sich?

Alexander: Das hat tatsächlich wirtschaftliche Gründe. Ich denke heute kauft kaum noch jemand Maxi-CDs. Das sind mittlerweile hauptsächlich Marketingtools. Um unsere Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen, fiel unsere Wahl auf diese Variante. Und da stand von Anfang an fest, dass es „mein weg“ sein muss, da es einer unsere absoluten Favoriten ist und das Feedback aus unserem Umfeld überwältigend war.

In letzter Zeit war es sehr still um euch was Liveauftritte angeht. Wird sich das mit dem neuen Album hoffentlich ändern?

Alexander: Ja genau, das hoffen wir auch. Da arbeiten wir gerade mit unserer neuen Booking Agentur Massmovement (www.massmovement.de) dran.

Ich bedanke mich für das sehr nette Interview und wünsche viel Erfolg mit eurem neuesten Streich „on/off“. Die letzten Worte gehören euch...:

Manfred: Vielen Dank für die Unterstützung!

 



Homepage Band: distain
Homepage Label: Echozone

(Interview geführt von Andi)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

distain

 

http://www.electrozine.net/interview/distain-2011.html
Distain

"Die Absicht dahinter war nicht, mehr Erfolg zu haben
!"

Bei !distain weiß der kundige Musikfan bereits seit vielen Jahren, was ihn auf einem neuen Album erwarten wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es der elektronische Pop, manchmal nah am Rande der Schnulzigkeit – man verzeihe mir die Wortwahl – mal zur etwas härteren Gangart tendierend und ganz oft genau mittendrin.
 
Interview: Torsten Pape //   Foto: Barbara Andres //   
 

"Viele der Kritisierten werden die Kritik nicht verstehen!"

 



 
 

»Der Mensch als solcher sieht insgesamt ganz gerne mal weg!«

!distain schaut immer hinter viele Ecken
 
 
 

!distain
„on/off“
Mit ihrem sechsten Album bietet das süddeutsche Duo erneut ein unterhaltsames Menü synthetischer Klänge. Fast jeder Ton geht dabei geschmeidig ins Ohr und beim ersten Kontakt entsteht zunächst ein sehr fluffiger, fast schon etwas handzahmer Eindruck. Mit jedem Durchlauf schälen sich jedoch neue Ecken und Kanten heraus. Sei es ein kritischer Text, der im sanften Vortrag zunächst unterging („why („bootlicking hypocrites“), eine fetzige EBM-Annäherung („values of trust“) oder die schmissige 90er Hymne „mediaevil presence“. Dieses Mal ist der Anteil deutscher Texte übrigens deutlich höher als gewohnt und manch einer wird dabei, aber auch bei „my god“, Schlagernähe wittern. Sei’s drum! Am Ende siegt deutlich und verdient der Synthiepop und das mitgelieferte Augenzwinkern lässt einen lässig zurückblinzeln. (Torsten Pape)
VÖ: 13.05.2011 // Echozone

Distain.de
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

tets dabei sind ebenfalls die tollen Melodien und die zumeist recht deutlichen und meist gar nicht banalen Texte, die sich – kurz gesagt - mit den Gegensätzlich- und Widersprüchlichkeiten unserer Welt befassen. Auch auf dem neuen Werk „on/off“ sowie der Single „Mein Weg“ hat man die gegebenen Talente und Fertigkeiten wieder auf das Angenehmste ausgeschöpft. Alexander Braun und Manfred Thomaser, beide für Instrumente und Gesang zuständig, standen Rede und Antwort.


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BODYSTYLER: “on/off” ist das sechste Album in 19 Jahren Bandgeschichte. Ist das eigentlich viel oder wenig? Wärt Ihr gern produktiver gewesen oder war das Tempo so in Ordnung?
Alexander Braun: Wir waren eigentlich mit dem Tempo immer ganz zufrieden, zumal man ja nicht auf Knopfdruck kreativ sein kann und es auch immer wieder Phasen gibt, wo wir mit Proben, Video-Dreh oder Remixen beschäftigt sind. Wenn man sich da Druck macht, besteht für mich die Gefahr, dass man zu viele Kompromisse eingeht oder auch einfach der Spaß flöten geht.
BODYSTYLER: Was meint Ihr, wie vielen Leuten überhaupt aufgefallen ist, dass das Ausrufezeichen im Bandnamen nach vorn gerutscht ist?
Manfred Thomaser: Das ist ne gute Frage. Dass es schlicht die Band-Umbesetzung symbolisiert, ist wohl für manche nicht auf Anhieb ersichtlich. Wir werden hier und da mal darauf angesprochen, aber da man unsere CDs auch mit der „neuen“ Schreibweise im CD-Regal unter „d“ findet, hat es manch einer vielleicht nie bemerkt.
BODYSTYLER: Nachdem „the FLA“ - gerade in der Rotersand-Kooperation – recht erfolgreich war und eine andere, härtere Facette darstellte, wurde dieser Weg auf „on/off“ nur bedingt, evtl. bei “values of trust”, bzw. gar nicht weiterverfolgt. Warum eigentlich nicht?
Manfred: Es war nie das Ziel, eine härtere Facette aufzulegen. Unsere Musik entsteht nicht auf Ansage hin. Jede neue Komposition unterliegt einer Art Zufallsprinzip. Und da lässt sich reichlich wenig planen. So wie „Mandragore“ auf Gitarren basiert, ist „the FLA“ härter ausgefallen. Für !distain ist das aber aus unserer Sicht so ungewöhnlich nicht. „Neongod“ vom „li:quid“ Album ist ein weiteres Beispiel. Oder „black mountain love affair“ von „25 frames a second“. All diese Songs fallen irgendwie aus dem Rahmen und irgendwie auch nicht. Jedenfalls war die Absicht dahinter nicht, mehr Erfolg zu haben. Da könnte man ganz andere Dinger am Reißbrett entwerfen...
BODYSTYLER: Schon immer habt ihr harte Worte in samtenen Vortrag verpackt. Was reizt Euch an dieser Vortragsweise? Haben die Kritisierten so überhaupt eine Chance, die Kritik zu verstehen?
Manfred: Diese Art der Vortragsweise ist aus unserer Sicht ein Spiegelbild der Menschheitsgeschichte. Aktuell ist uns allen z.B. sehr klar, wohin die Reise geht, wenn wir die Erde weiterhin verschmutzen. Trotzdem ziehen wir nicht an der Reißleine. Mindestens im Westen leben die Gesellschaften nach dem Motto: „Uns wird schon nichts geschehen.“ Die aktuelle Lage in Japan könnte einiges ändern, aber das hat man bereits bei Tschernobyl gedacht. Leider ging die Party weiter. Und genau an dieser Linie der Wahrnehmung von vorhandenem Bewusstsein und dem gleichzeitigen Ignorieren wandern viele unserer Songs entlang und werfen mit Worten und Tönen um sich. Eines ist uns dabei natürlich klar: Viele der Kritisierten werden die Kritik nicht verstehen, weil sie sich selbst nicht angesprochen fühlen. Der Mensch als solcher sieht insgesamt ganz gerne mal weg. Auch bei sich selbst.
Alexander: Ich finde, zuerst sollte man mit sich selbst im Reinen sein, bevor man die Welt verbessern will. Wenn Frieden im Innern ist, kommt der Frieden im Außen von ganz alleine. Deshalb sehe ich die Texte auch nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als unsere Sicht der Dinge, mit der sich mancher vielleicht identifizieren kann.
BODYSTYLER: Über die Jahre gewinnt die deutsche Sprache in Euren Songs immer mehr an Bedeutung. Wie kommt's? Gab es da ein Schlüsselerlebnis?
Alexander: Wenn ein Song es schafft, ein Gefühl zu transportieren, Dich irgendwie zu berühren, dann haben wir unser Ziel erreicht. Und manchmal scheint mir dies Ziel mit deutscher Sprache besser erreichbar, manchmal mit englischer und manchmal auch gemischt wie bei „confession“. Manchmal ist es auch einfach Zufall, weil gerade ein deutscher Text rumliegt (lacht).
BODYSTYLER: Ich finde es besonders schön, wie Ihr auf dem Cover versucht habt, mit Euren Gesichtsausdrücken den Albumtitel umzusetzen. Was könnt Ihr uns zu den aktuellen Fotos erzählen? Sieht außerdem so aus, als ob Ihr in einer Dunkelkammer gestanden habt - das etwas andere Rotlichtmillieu...
Alexander: Das freut mich, das war auch genau der Plan. Wir hatten diesmal schon vor dem Shooting und vor dem Erstellen des Artworks eine ziemlich genaue Vorstellung vom Gesamtkonzept. Dadurch konnten wir im Fotostudio schon für diesen Zweck „posen“. Inspiriert wurden wir dazu von einem Foto, auf dem eine Häuserwand mit schablonenhaft aufgesprühten Gesichtern zu sehen war. Dieser „Sprüh“-Effekt wurde dann im Nachhinein im Computer umgesetzt.
BODYSTYLER: Neulich hörte ich „mein weg“ im Autoradio und wurde von einem Passanten gefragt, wie sich denn dieser Schlagersong mit meinem Skinny Puppy-Aufkleber am Heck vereinbaren lässt. Ich hatte eine Antwort parat, aber wie hätte die Eure gelautet?
Alexander: (grinst) Wie man ja jüngst am Beispiel von Till Lindemann und Sophia Thomalla sieht, stehen Frauen auf harte Männer mit weichem Kern. Das zeigst Du durch Deinen Musikgeschmack. Und es zeigt ja auch, dass Du sehr selbstbewusst bist und Dich keinen Konventionen unterordnest... OK, hab ein bisschen gebraucht für diese Antwort (lacht).
BODYSTYLER: Mit “mediaeval presence” packt Ihr einen schicken Ohrwurm mit fetzigen 90er Referenzen ganz ans Ende des Albums. Wie ist dieser Song entstanden? Warum hat er sich die rote Laterne verdient?
Manfred: Die Version auf „on/off“ entstand in Zusammenarbeit mit Peter Rainman, mit dem wir seit einigen Jahren immer wieder kooperieren. Ursprünglich war eine andere Version für „on/off“ vorgesehen, die nach ihrer Fertigstellung aber nicht ins Gesamtbild passte. Also fragten wir Peter, ob er Zeit für eine neue Version des Songs hätte. Die einzige Vorgabe war, dass wir keinen Remix von ihm wollten, sondern eine songorientierte Produktion. Und die lieferte er aus unserer Sicht dann auch ab. Und wie jeder Song, musste auch dieser ins Gesamtbild passen. Die rote Laterne übernahm das Stück übrigens gerne, weil kein Song, der es auf ein Album geschafft hat, absteigen kann.
BODYSTYLER: Elektrostaub, ein Projekt von Patrick Knoch, arbeitet in letzter Zeit des Öfteren mit Euch zusammen (Neufassung von “Confession”, “Dunkle Zeit” und nun “mein weg” - Anm.d.Verf.). Macht doch mal bitte etwas Werbung für den Jungen, so als Staubfan(ger)s. Wo war er vorher aktiv und was kann man vom Debütalbum erwarten?
Manfred: Über Patricks Vorleben wissen wir absolut nichts. Es erscheint uns auch besser zu sein, ihn in seiner Anwesenheit nicht danach zu fragen. Gerüchte gibt es jedenfalls reichlich! Sein Debütalbum wird neben seinen Versionen von „mein weg“ und „Dunkle Zeit“ noch ein bis zwei weitere Stücke enthalten, an deren Entstehung wir beteiligt waren. Wer die gerade genannten Songs mag, dem sollte das Album gefallen. Patrick versteht es, viel Druck und Atmosphäre aufzubauen.
BODYSTYLER: „Neighbours“, Euer Camouflage-Cover, wurde ja bereits 2005 veröffentlicht. Warum kommt es jetzt zu erneuten Ehren?
Alexander: Das war damals im Rahmen einer Camouflage-Tribute CD, die allerdings nur in Amerika erschienen ist. Da uns diese Version von Ex-Bandmitglied Oliver Faig - wir arbeiten ab und an noch zusammen - so gut gefallen hat, wollten wir sie auf diesem Weg noch mal zum Besten geben.
BODYSTYLER: Angesichts der langen Bandgeschichte waren !distain nie sonderlich viel live aktiv und haben sich auch nicht gerade häufig mit den großen Namen umgeben. Warum wurden diese Möglichkeiten von Euch kaum genutzt? Immerhin hätte der ganz große Durchbruch hinter einer Ecke lauern können?
Alexander: Hinter diese Ecken schauen wir auch heute noch, wer weiß was man da findet... Wir arbeiten sehr gerne mit anderen Musikern zusammen, da spielt es für mich keine Rolle, ob die einen großen Namen haben oder nicht. Spaß und Freundschaft spielt hier die größere Rolle. Und wenn das dann in so eine kommerzielle, opportunistische Ecke gerät und wir für einen schlechten Remix viel Geld zahlen müssten, nur, um mich mit einen großen Namen zu umgeben, dann ist das eher nicht mein Ding. Und Special Guest eines großen Live Acts zu sein, möchte ich mir lieber erarbeiten, nicht erkaufen!
BODYSTYLER: Manfred, seit Neil Tennant weiß man ja, dass es Musikjournalisten gibt, die selbst Musik machen. Ist das eine Konstellation, die problemlos funktioniert oder gab es schon Reibereien auf Grund einer vielleicht zu kritischen Schreibe?
Manfred: Es gibt sicherlich Bands, deren CDs ich nicht bespreche, weil mancher Leser gleich Vergleiche zu !distain zieht. Es heißt dann schnell: „ihr macht es mit !distain nicht besser“ und diese Grabenkämpfe bringen nichts. Den Journalismus und !distain versuche ich also getrennt zu behandeln. Dabei war es meine CD-Besprechung zu „Cement Garden“, die das erste lange Gespräch zwischen Alexander und mir brachte. So kann es auch gehen im Leben.
Alexander: Ja, das mit der Rezi war sehr lustig, er hat da sehr fantasievoll etwas von jungen Prinzen oder so geschrieben. Wir dachten erst, der ist schwul...
BODYSTYLER: Was gibt’s eigentlich Neues in Sachen Sonictune, das Nebenprojekt von Alexander? Sind vielleicht schon neue Songs in der Mache? Ich fand das Debüt-Album ja sehr gelungen, würde aber meinen, dass es leider nicht der große Wurf geworden ist.

Alexander: Das Feedback auf das Album war damals zwar geradezu überwältigend, aber mit einem kleinen Label aus Polen, das es mittlerweile auch nicht mehr gibt, kann man eben keine Bäume ausreißen. Dazu kam erschwerend, dass es mir wegen !distain einfach nicht möglich war, mit Sonictune live unterwegs zu sein. Im Moment konzentrieren wir gemeinsam alle unsere Kräfte auf !distain und hoffen, hinter der nächsten Ecke was zu finden....
BODYSTYLER: Dann wünsche ich viel Spaß beim Suchen und hoffentlich auch Finden!
!distain: Vielen Dank! Auch für das Interview! //



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www.Fan-Base.de News 2010

 
!distain
ziehen nach 18 Jahren Bilanz
08.02.2010
sl
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Vor wenigen Tagen (15.01.) erschien eine Doppel-CD, der man als Fan elektronischer Popmusik auf jeden Fall Beachtung schenken sollte. Die 1992 gegründete Band !distain hat sich mit 32 Tracks ein Denkmal gesetzt und ziehen 18 Jahre und 5 Studioalben später Bilanz. Das BestOf "Anthology 1992 - 2010" besteht aus zwei Teilen. Auf der ersten CD sind Synthiepop-Klassiker wie "Confession", "Dance To Heaven", "Tears Of Joy", "Conversation Overkill" oder "Mandragore" zu finden. Auf CD2 haben !distain bisher 14 unveröffentlichte Stücke und vier Videoclips gepackt. Das Tracklisting: CD1 1. Dance In Heaven 2. Strange Affection 3. Confession 4. Conversation Overkill 5. Remote Control 6. I Beg For You 7. Promises 8. Tears Of Joy (radio mix) 9. Goddess Of Spring 10. America (radio edit) 11. Sex'n'Cross (single-edit) 12. The City 13. SynthPopGirl 14. Mandragore 15. Love Machine 16. Hole In The Moon 17. Dunkle Zeit 18. Confession 2009 CD2 1. Reincarnation 2. 1618-1648 3. The City II 4. Conversation Overkill 2009 5. Coming Down (different version) 6. Perfect Moment (demo) 7. Hurt 8. Eines Tages 9. I Want You 10. Phantom Lover (demo) 11. Together (demo) 12. Time (demo) 13. Another Day (demo) 14. At The Gates (remix) 15. Mandragore (video) 16. Conversation Overkill (video) 17. Tears Of Joy (video) 18. Whispering Love (video) Zum Release des Albums wurde auch ein kleiner Trailer veröffentlicht, den wir Euch nicht vorenthalten wollen. Unser Review zur Veröffentlichung folgt in wenigen Tagen.

www.SONIE SEDUCER.de News 2008

Das Beste von !distain
Nach fünf Studio-Alben und einer Remix-CD reisen !distain zurück in die Vergangenheit und bringen das Beste aus ihren, seit 1992 bestehenden, CD-Archiven mit. Songs wie "Confession","Conversation Overkill", "Tears Of Joy", "Sex'n Cross" und der DAC-Top-Ten-Hit "Mandragore" haben die Synthpop-Szene bewegt und werden nun gebündelt veröffentlicht. 15 Songs plus drei neue Tracks, die dieses Jahr im Studio eingespielt wurden, machen Teil eins des „Anthology“ Doppel-Albums aus, auf dessen zweiter Scheibe sich ausschließlich zuvor unveröffentlichte Stücke befinden. Das Package wird vorraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2009 erscheinen. Rasch vornotieren! - http://www.distain.de/

 

www.SONIE SEDUCER.de News 2007

!distain lassen ihrem aktuellen Album neue Single folgen
Wenn !distain mit einer neuen Single im Gepäck daherkommen, darf man einiges erwarten. Ganze elf Tracks umfasst „Mandragore“, die erste Auskopplung aus dem aktuellen Album „Raise The Level“. Am 25. Januar 2008 wird die Single mit dem Umfang eines Longplayers veröffentlicht und hält einige Überraschungen parat. So durften sich zahlreiche Remixer an Songs wie dem Titelstück oder „The FLA“ austoben. Unter anderem auch Rotersand, die gleich auch noch den Gesang für ihre äußerst tanzbare Fassung des Liedes beisteuerten. Auch Henrik Iversen (Ex-NamNamBulu) griff zum Mikro, um dem brandneuen Song „The League“ seine Stimme zu leihen. - http://www.distain.de/

www.SONIE SEDUCER.de News 2007

!distain schließen Aufnahmen zum fünften Album ab
Als Garant für feinsten Synthiepop haben sich !distain in den vergangenen 15 Jahren einen Namen gemacht. Zuletzt war es still geworden um das Duo - kein Wunder, waren Alexander Braun und Manfred Thomaser doch im Studio, um den mittlerweile fünften Longplayer einzuspielen. Jetzt gab die Band bekannt, dass die Aufnahmen zu "Raise The Level" abgeschlossen worden sind und das Album im August oder September beim amerikanischen Plattenlabel Synthphony Records erscheinen soll. Elf neue Songs haben !distain für ihren fünften Streich aufgenommen und diese mit "West End Girls" noch durch eine Coverversion der Pet Shop Boys ergänzt. Fans sollten sich unbedingt die Erstauflage der CD sichern, liegt dieser doch ein weiterer Silberling mit dem Titel "Mandragore E.P" bei, auf dem zahlreiche Remixe zu hören sind. - http://www.distain.de
 

 

www.SONIE SEDUCER.de News 2006

!distain

Die deutschen Synthie-Popper !distain sind derzeit im Studio, um ihr vermutlich ungewöhnlichstes Album einzuspielen. Das neue Werk, das bei dem New Yorker Label Synthphony erscheinen wird, wartet erstmals in der musiklaischen Historie des Duos mit Gitarren auf und soll deutlich vom Brit-Pop beeinflusst sein. Eine Veröffentlichung in Deutschland ist geplant, allerdings sind !distain derzeit noch auf der Suche nach einem geeigneten Label, das die Platte hierzulande veröffentlichen soll. Ein wenig warten müssen deutsche Fans vermutlich auch noch auf die Coverversion von "West End Girls", die gerade auf dem Pet Shop Boys-Tribute "Always On Our Minds" erschienen ist. - http://www.distain.de

www.Stuttgart-Schwarz.de News 2006

ERST EINMAL GRÜSS GOTT DIE HERREN, ICH WURDE VON DER INTERVIEWMÖGLICHKEIT ETWAS ÜBERRASCHT DA ICH NICHT MIT EINEM REMIX-ALBUM GERECHNET HABE. WAS WAREN EUERE MOTIVE ZU DIESEM ENTSCHLUSS?

Manfred: Grüss Gott zurück! Angeregt wurde das Album durch Synthphony Records und das Internet-Forum des Labels. Die Fans in den USA haben eine große Vorliebe für Cover-Versionen und Remix-Alben. Und Synthphony Records hat sich genau darauf spezialisiert.

Alexander: Und als die Frage im Raum stand, ob wir an einem !DISTAIN Remix-Album interessiert seien, sahen wir eine gute Möglichkeit, in der neuen Besetzung eine Brücke zwischen dem bisherigen Schaffen und dem neuen Material zu schlagen. Außerdem wollten wir so manchen Track einfach mal anders ausleuchten und den sich veränderten Möglichkeiten unterziehen.

distain05.jpgIHR HABT ALLE STÜCKE AUSSER 2 AUSNAHMEN NEU EINGESUNGEN, WAS WAR DER BEWEGGRUND ZU DIESEM SCHRITT UND WARUM WURDEN „SINCERTY" UND „AUTUMN LEAVES" DAVON AUSGENOMMEN? HÄTTE NICHT EINFACH EIN NORMALES REMIXKONZEPT GELANGT?

Alexander: Nein, denn dafür liegen uns unsere Songs zu sehr am Herzen. Man entwickelt sich schließlich weiter und möchte immer das Optimum herausholen. Außerdem ist es für uns spannend zu hören, wie ich heute einen z.B. acht Jahre alten Song interpretiere.

Manfred: Wir wollten etwas bieten, was kaum eine Band macht, d.h. aktiv an einem Remix-Album mitwirken, ohne die Arbeit der Remixer dadurch einzuschränken. Und da erschien uns das Neuaufnehmen der Vocals bestens geeignet. Darauf beruhend hoffen wir beim Fan natürlich auf eine Reaktion. Gut ein Jahr lang haben wir an diesem Album gearbeitet, immer wieder Vocals aufgenommen, ständig mit den Remixern gemailt … wir wollten, dass dies ein !DISTAIN Album ist und keine CD der Marke „schnell mal was in Auftrag geben, um noch ein bisschen Kohle einzufahren".

distain02.jpgAlexander: Dennoch haben wir bei zwei Songs die Original-Stimmen gelassen, wie sie waren. Bei „Sincerity" lag dies daran, dass Manfred den Remix bereits vor einigen Jahren anfertigte und wir nur noch den Remix als solchen hatten, nicht aber mehr die Programmierung dazu. Die Gesangsaufnahme zu „Autumn Leaves" entstammt dem Original-Demo, d.h. sie entstand gleich in dem Moment, als wir die Melodien komponierten. Dieser Moment hat für uns eine besondere Bedeutung, weshalb wir ihn so belassen wollten, wie wir ihn erlebt haben.

MAN KANN SCHON FAST VON EINEM DANCE-ALBUM SPRECHEN, FAST JEDES STÜCK IST FÜR DIE DISKO GEEIGNET UND KANN SOGAR ÜBERGREIFEND IN ANDEREN GENRES DER ELEKTRONISCHEN SPARTE GESPIELT WERDEN. WAR DIES SO GEPLANT?

Alexander: Nicht direkt. Die Remixer hatten keinerlei Vorgabe, außer die Seele des Songs zu bewahren. Natürlich aber wurde die Wahl der Remixer bewusst getroffen.

MIR SIND AUSSER DUST OF BASEMENT UND THE ETERNAL AFFLICT KEINE ANDEREN GRUPPEN BEKANNT, WIE KAMT IHR SPEZIELL AUF DIESE PERSONEN, UND WIE LIEF DIE ARBEIT IM ALLGEMEINEN AB?

distain06.jpgAlexander: Viele Remixer stammen aus dem Pool, aus dem Synthphony Rec. für seine Veröffentlichungen schöpft. Zur Orientierung schickte uns das Label Remixe zu. Aus diesen Tracks wählten wir die Künstler aus, deren Arbeit uns am besten gefiel. Einige Remixer kannten wir allerdings auch persönlich, z.B. ELMODIC. Bezüglich der Zusammenarbeit gab es alle möglichen Variationen. Meist war ein Layout-Playback des Remixers vorhanden und wir haben dazu gesungen. Umgekehrt nahmen Remixer unsere neuen Vocals als Basis für ihren jeweiligen Remix.

DIESES „SYNTHPHONY REMIXED" ALBUM WIRD GUT BEWORBEN. IST DIES SOZUSAGEN EIN VORBOTE FÜR EIN BALDIGES NEUES ALBUM? HABT IHR NEUE KREATIVE EINFLÜSSE FÜR EURE EIGENE ARBEIT AUS DIESEM PROZESS GEWONNEN?

Alexander: Beides. Das neue Album wird ebenso erscheinen, wie wir kreativen Input durch das RMX-Album erhalten haben. Die Arbeitsweise und auch die Liebe zur Musik der vielen Musiker, mit denen wir im Rahmen dieser CD zu tun hatten, steckt zusätzlich an. Und man lernt auch dabei, denn wir haben ja jede Phase des Entstehungsprozesses sozusagen betreut... Manfred: Allerdings wissen wir noch nicht, wann das neue Album erscheinen wird. Das Remix-Album war zeitintensiv, so dass wir erst jetzt dazu kommen, die ersten der neuen Tracks abzuschließen. Und nach dem Rückzug von Chrom Records müssen wir abwarten, wie die Gespräche mit den Labeln laufen.

AUFGRUND DER AKTUALITÄT INTERESSIERT MICH EUERE MEINUNG ZU DEM NEUEN DEPECHE MODE ALBUM „PLAYING THE ANGEL". HABT IHR SIE IMMER NOCH ALS VORBILD, UND WIE WÜRDET IHR DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN EUCH BESCHREIBEN.

distain07.jpgAlexander: Es wäre vermessen, Unterschiede hervor zu kramen. DEPECHE MODE sind eine Größe für sich. Auf dieser Ebene stehen sie ganz alleine. Und das auch zurecht… Ich mag die neue Platte, allerdings nicht jedes Stück. Insgesamt ist sie mir zu düster. Aber der Hauch von Genie ist wie immer enthalten. Allerdings fehlt Alan Wilder. Dies zwar seit vielen Jahren, aber er fehlt…

Manfred: Bislang habe ich meine Schwierigkeiten mit dem Album, aber es gibt eine Scheibe der STRANGLERS („Black & White"), die ich mir über rund zehn Jahre immer wieder angehört habe, bis es „klick" machte. Wenn eine Band durch ihre Arbeit so viel Zeit verdient hat, dann muss einem eine neue Scheibe nicht gleich gefallen. Um diesbezüglich auf Deine Frage zurück zu kommen, sind die STRANGLERS für mich persönlich die entscheidende Einflussgröße gewesen. Mehr noch als DEPECHE MODE, A-HA, NEW ORDER, SKINNY PUPPY oder AND ALSO THE TREES ...

LASST UNS EIN BISSCHEN IN DER VERGANGENHEIT KRAMEN, SO WIE ES DIESES REMIX-ALBUM MACHT, ICH KANN MICH NOCH AN DIE ZEIT UM 1995 ERINNERN, DE/VISION BRACHTEN GERADE IHR ERSTES ALBUM HERAUS, BLIND PASSENGERS WAREN AUCH IM BEGRIFF DEN SPRUNG NACH OBEN ZU MACHEN UND ICH KAUFTE MIR EUERE ERSTE MAXI NAMENS„CONFESSION.EP" (DIE ICH ÜBRIGENS IMMER NOCH BESITZE). SEITDEM IST SEHR VIEL PASSIERT, DER SYNTHPOP-HYPE IST TROTZ DES GUTEN GRUNDGEDANKENS UND DER MUSIKALISCHEN QUALITÄTEN RELATIV VEREBBT, DIE „BLINDIS" SIND PASSE, DE/VISION KÄMPFEN SICH BEIM MAYOR SO DURCH UND S.P.O.C.K. SIND AUCH VERSANDET. SCHILDERT DOCH MAL BITTE DIESE ZEIT AUS EURER SICHT, WIE HABT IHR DEN WANDEL ERLEBT, UND WIE IST EUERE AKTUELLE SICHT DER DINGE?

 

 

distain04.jpgAlexander: Diese Entwicklung spiegelt auch ein wenig die Entwicklung in unserer Band wieder. Der Erfolg war am Anfang groß, fast bis zum Major-Deal... doch dann gab es eine zu lange künstlerische Pause, die auch zum Auseinanderleben der damaligen Bandmitglieder führte. Ich glaube, der aktuelle Zustand der Band ähnelt dem der Szene. Wer jetzt noch Musik innerhalb der Szene macht, erlaubt sich dies vor allem aus der Liebe zur Musik heraus. Dafür aber ohne Kompromisse und mit viel Herzblut.

Manfred: Was den Wandel bzw. den Hype betrifft: Was heute angesagt ist, kann morgen schon keinen mehr interessieren. Deshalb geht man als Musiker entweder mit der Zeit, oder man macht sein Ding. Bands wie DEPECHE MODE haben in den 80ern ihr Ding gedreht und waren dennoch weltweit erfolgreich. Das ist für einen Musiker im Normalfall vermutlich das Optimum. NIRVANA führten dies in den frühen 90ern fort. Später kamen ROBBIE WILLIAMS oder EMINEM hinzu. Lass mal einen Act aus dem Elektro-Bereich wochenlang die Charts anführen… und plötzlich werden von überall her neue Elektro-Bands den Markt betreten. Das war bei Punk so, bei Techno, bei Grunge… Deshalb ist der Hype an sich nicht wichtig, und für viele gute Bands durchaus gefährlich, da man schnell geschluckt wird. Den Synth-Hype selbst habe ich Mitte der 90er mehr als außenstehender Betrachter verfolgt. Die Debüt-Alben von DE/VISION und den BLIND PASSENGERS enthielten viele gute Songs. S.P.O.C.K sind eine großartige Band, die sich sehr gut entwickelt hat.

WAS WAR DAS SCHÖNSTE ERLEBNIS EUERER MUSIKKARRIERE?

Manfred: Das war unsere Reise nach Moskau in diesem Jahr. Das Publikum beim Festival war unglaublich, die Organisation vom ersten bis zum letzten Moment perfekt. Es war durchweg beeindruckend. Zudem hatten wir eine tolle Zeit mit DAS ICH und S.P.O.C.K.

EINE LETZTE FRAGESTELLUNG, WENN IHR DIE VERGANGENHEIT ÄNDERN KÖNNTET, WAS WÜRDET IHR ÄNDERN WOLLEN UND WIE SIEHT DIE EURE GEWÜNSCHTE ZUKUNFT AUS?

Alexander: Ich versuche nichts in meinem Leben zu bereuen. Schließlich sollte einem bewusst sein, dass alles was man tut immer Konsequenzen hat. Und aus Fehlern kann man lernen, sonst wäre man heute nicht da, wo man ist! Für die Zukunft wünsche ich mir vor allem, die Reise mit !DISTAIN fortzusetzen.

distain03.jpgManfred: Entsprechend steht das fünfte Studio-Album als nächstes an. Das ist die relativ nahe Zukunft. Die Zeit danach ist hoffentlich mit vielen Konzerten verbunden. Was die Vergangenheit betrifft: Vermutlich gibt es vieles zu verändern, aber Alexander hat Recht: Wir sind jetzt das was wir sind, weil wir aus genau dieser Vergangenheit kommen. Wir haben sie einst so geführt und leben jetzt mit den guten wie auch mit den schlechten Erfahrungen. Zu sagen, Mitte der 90er hätte ich gleich einen Label-Deal unterschreiben sollen, anstatt ihn zu hinterfragen… das bringt mich nur auf den Gedanken „wo wäre ich heute, wenn ich unterschrieben hätte?" … Und das führt zu nichts. Entscheidend sind die Wege, die wir heute gehen. Und heute ist jeden Tag, den man neu erlebt.

 

ICH DANKE FÜR DAS INTERVIEW UND HOFFE AUF WEITERE WUNDERBARE JAHRE MIT !DISTAIN.

Alexander: Wir bedanken uns ebenfalls.

DAS INTERVIEW STAMMT VON NEO UND WURDE AM 25.12.05 PER EMAIL GEFÜHRT!

www.Stuttgart-Schwarz.de News 2005

Synthphony REMIXed: !distain

Etwas Außergewöhnliches erreichte mich heute, von der bekannten Synthpop Band !DISTAIN bekam ich eine Promo von der im Februar kommenden Remix-CD „Synthphony REMIXed: !distain“. Wie der Name schon verrät ist der Initiator dieses Silberlings das Label Synthphony Records, das alle Remixe veranlasst hat und dies auch schon des Öfteren als Sampler-Reihe gemacht hat, jedoch zum ersten mal komplett bei einer einzelnen Band. Für uns dürfte bei den Remixern nur der Name THE ETERNAL AFFLICT und DUST OF BASEMENT bekannt vorkommen, der Rest der Bands ist bis dato eher unbekannt, aber Ihr dürft nicht zu voreilig urteilen, denn hier wird ein Sammelsurium an hochqualitativen Produktionen abgeliefert. In erster Linie ist es eigentlich kein normales Remix-Album, es werden keine völlig verdrehten Maxi-Remixe angeboten sondern eher aufgepeppte Versionen der größten Hits Ihrer 10 jährigen Bandgeschichte und es wurde auch darauf geachtet, dass die „Seele“ der Songs erhalten blieb. Was wird uns also Präsentiert? Kurz gesagt eine Frischzellenkur, alle Songs sind noch als solches zu erkennen und würden entweder dem Zahn der Zeit angepasst oder in Nuancen von der Kreativität der Remixer verändert. In Kombination mit den neu eingesungenen Gesangsspuren wirken die in die Jahre gekommenen Werke außerordentlich frisch und extrem tanzbar. Ihr solltet euch aber nicht von dem Eröffnungstrack „Promises“ abschrecken lassen, dieses weichgespülte trancige Einschlaflied gehört zum Glück zur Ausnahme, der Rest ist eindeutig Elektro oder Synthpop, komischerweise hören sie sich nun sogar mehr nach CAMOUFLAGE an als auf den Originalen, aber erklären kann ich mir dies nicht, vielleicht nur weil die Songs poppiger geworden sind. Apropos poppiger, nur weil ein Song gut ist kann er nicht unbedingt für die Diskos eingesetzt werden, dieses Manko ist sozusagen beseitigt worden, aus einem remixten Best-Of wurde eine Dancekompilation, die Stücke sind flexibel und tanzflächengerecht einsetzbar. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen, die Auffrischung hat allen Songs gut getan (außer „Promises“) und macht die Anschaffung lohnenswert, besonders wenn man einfach nur auf Synthpop steht und bisher nichts von !DISTAIN besaß. (9)

www.laut.de News 2004

laut.de-Biografie

Distain

1992 ist der Beweis angetreten. Synthie-Pop bewegt die Massen. Depeche Mode, Erasure oder die Pet Shop Boys haben es vorgemacht, und hunderte andere Bands versuchen denselben Weg zu gehen. 

Das Augsburger Trio Distain träumt auch vom großen Erfolg mit Sounds aus dem Synthesizer. Und der stellt sich bei Alexander Braun, Oliver Faig und Sebastian von Wyschetzki erstaunlich schnell ein. Nach einem Auftritt bei einem lokalen Nachwuchswettbewerb findet ein Demotape von Distain den Weg zu Chrom Records, wo man an das Potenzial der Band glaubt und sie Ende 1994 unter Vertrag nimmt.

Kaum ein halbes Jahr später steht mit "Cement Garden " auch schon das erste Album in den Plattenläden, mit dem Distain ihr Territorium abstecken. Brauns melodiöser Gesang legt sich über das analoge Synthie-Fundament der beiden Keyboarder Faig und von Wyschetzki. Mal hat das Trio dabei die Tanzfläche fest im Blick, wie mit "Confession", mal laden sie mit dem "Piano Song" zum Schmusen ein. Gleichzeitig wildern Distain mit einem Cover von Nirvanas "Smells Like Teen Spirit" in fremdem Territorium. 1996 veröffentlichen Distain mit "Liquid" einen neuen Longplayer, der wiederum mit melodiösen Synthie-Pop-Nummern aufwartet.

Mit dem dritten Album "Homesick Alien" gehen Distain vorsichtig neue Wege. Downbeat-Grooves prägen einen Teil der Tracks auf dem Album und lösen damit die heiteren Synthie-Pop-Nummern früherer Tage ab. Für die Remix-EP "Tears Of Joy" können Distain 1999 sogar den ehemaligen Depeche Mode Produzenten Gareth Jones für einige Remixe verpflichten. Danach wird es erst einmal für fünf Jahre ruhig um Distain.

2002 wächst das Trio zum Quartett an. Manfred Thomaser stößt zur Band hinzu, wo er Braun als Songwriter unterstützt. Differenzen über die weitere musikalische Ausrichtung von Distain führen 2003 schließlich zum Weggang der beiden Gründungsmitglieder Oliver Faig und Sebastian von Wyschetzki. Das verbliebene Duo Braun und Thomaser wendet sich mit dem 2004 veröffentlichten Album "25 Frames A Second" wieder verstärkt ihren Wurzeln zu, wobei die Songs so poppig sind wie noch nie in ihrer Karriere.

Nach einem Remix-Album ("Synthphony REMIXed: !distain"), das im März 2006 erscheint, wenden sich Braun und Thomaser wieder den Arbeiten an einem neuen Album zu, das im Sommer desselben Jahres fertig ist. einklappen